Notfaufnahme Nummer 4 – mit der U-Bahn zum Olga-Krankenhaus, again

Bevor es zum Text über meinen vierten Aufenthalt in der Notaufnahme geht, möchte ich hiermit nochmal zum Ausdruck bringen, wie mich das nervt: Es nervt! Nicht nur, dass ich dieses gesundheitliche Problem habe, nervt mich, sondern vor allem nervt mich, dass ich nun schon vier Mal in der Notaufnahme war und der schlimmste Notfall nun jetzt schon fast zwei Monate zurück liegt, und mir bis jetzt nicht geholfen wurde bzw. wird. Auch muss ich an dieser Arbeitsweise zweifeln, die ich nicht für kompetent halten kann. Ich habe anderes im Gesundheitswesen zum Thema Notfall / Erste Hilfe gelernt. Es kann nicht sein, dass ich vier Mal ins Krankenhaus gehe, weil es mir schlecht geht und vier Mal wurden die selben Testverfahren a la Basis-Check durchgeführt. Und nicht einmal wurde eine anständige Anamnese durchgeführt. Genauso wenig sind die Berichte davon brauchbar, denn sie geben nicht das wider was war. Wie kann das sein? Darüber hinaus wurde mir vom Kardiologen ein Termin zur weiteren Untersuchung erst im Februar 2027 gegeben. WTF? Wer weiss ob ich da noch lebe?! Schließlich habe ich ein verdammtes Problem mit meinem Herzen! Was ist los mit diesem Gesundheitssystem?

Die Beiträge von meinen letzten Notfällen und über einen Teil der Berichte, die geschrieben wurden

Seltsame Kommunikation im Gesundheitswesen anhand meiner zwei Notfälle im Juni 2026

Über meinen Notfall Nummer 4

Am 05.06.26 war ich das erste Mal am Nachmittag und am Abend das zweite Mal in der Notaufnahme. Am 13.06.26 war dann das dritte Mal und am 08.07.26 war ich dann zum vierten Mal in der Notaufnahme.

Am Morgen des 08.07.26, vor dem Training zeigte meine Watch eine niedrige Herzrate von 33 Herzschlägen pro Minute an. Das ist der niedrigste Herzschlag, den ich bisher hatte. Meine HR war immer gut. Ich habe in den letzten Jahren vermehrt Krafttraining gemacht und hatte keinen Fokus auf Ausdauer gelegt.

Im letzten Jahr habe ich wieder den Fokus auf mehr Ausdauer gelegt und habe dann, dieses Jahr im Februar/März begonnen für den Halbmarathon in Stuttgart zu trainieren.

Foto meiner Watch kurz nach dem Aufwachen, 08.07.26, 7:57 Uhr: Ruhe HR 47, höchste HR 68, und direkt dahinter die niedrigste HR 33

Der Stuttgarter Halbmarathon lief gut. Ich hatte mich sogar gegenüber meines letzten Stuttgarter Halbmarathons, den ich 2013 lief, um 10 Minuten verbessert. lol! 13 Jahre später..

Ich behielt das wechselnde Training zwischen Kraft- und Ausdauertraining bei.

Allerdings, seit dem ersten Notfall, welcher der Schlimmste Notfall war, kann ich nicht annähernd so trainieren, wie ich es normalerweise mache. Denn meine Herzschlagrate dreht verrückt. Zwar haben sich die anderen Symptome wie ich es in meinem Bericht von Notfall 1 beschrieben habe, nicht mehr in diesem Maße gezeigt, allerdings liegt das wohl eher daran, dass ich die Intensität meines Trainings an den aktuellen Gegebenheiten angepasst habe und ständig mein Wohlbefinden checke, während des Trainings.

Dem Bericht zufolge wurde beim 1. Notfall ein Systolischer Wert von 129 bei einem diastolischen Wert von 103 gemessen. Ein Normalwert ist 120/80 oder 70 oder 60, jedenfalls unter 80.

Sie können mal nachschauen, was über einen Blutdruckwert von 129/103 in der Fachliteratur steht. Es zeigt auf jeden Fall einen zu hohen diastolischen Wert an.

Zurück zum Aufenthalt in der Notaufnahme Nr.4

Hier sehe ich noch gut gelaunt während des Trainings aus. Und das entspricht auch der Wahrheit. Training macht glücklich und entspannt.

Ein Selfie von mir, 08.07.26, 10:33Uhr, im Fitnessstudio: während ich meine letzte Kraftübung mache, das Klappmesser.

An diesem Tag machte ich ein Kombi-Training. Nach dem Warm-up machte ich erst mal drei Übungen Krafttraining. Und ich verwendete hier kein oder das geringste Gewicht. Danach lief ich langsam, 8km/h, auf dem Laufband. Auf der Watch sind die letzten ca. 20 Minuten Lauf grün eingefärbt und man sieht, dass die HR hier gleichbleibend ist. Davor kann man die ersten Minuten des Laufs sehen, die ebenfalls eine gleichbleibende HR anzeigen, jedoch nicht grün eingefärbt sind. Heißt, dass meine HR niedrig genug war, um nicht als grün angezeigt zu werden.

Die Watch zeigt bestimmte Herzfrequenzen farbig an. Je nach dem, wie schnell die HR ist. Wenn sie so schnell ist, dass sie in einen kritischen Bereich eingeordnet werden kann, dann wird sie rot gefärbt angezeigt. Wie es hier zu sehen ist.

Als meine HR in den roten Bereich kam, war ich längst mit dem Laufen und insgesamt mit dem Training fertig. Ich hatte mich geduscht und angezogen.

Als ich auf die Watch schaute, zeigte sie mir über 180 Schläge an. Es ist nicht so, dass es nur die Anzeige meiner Watch ist, sondern auch das Gefühl, dass ich habe, wenn dies passiert. Ich fühle mich unwohl und habe das Gefühl, dass ich nicht genug Luft bekomme.

Wie man sehen kann ging dies ca. 10 Minuten so. Ich bin 41 Jahre alt. Andere Leute würden bei dieser HR nicht mehr auf den Beinen stehen und dem Arzt davon berichten können, so wie ich es aber tun konnte und kann.

Und dass ich nicht umfalle bei einer 10-Minuten langen HR mit 183 schließe ich auf mein trainiert sein zurück. Also auf meinen guten Trainingszustand.

Es ist für meinen Organismus okay, wenn ich ihn mal auf 190 HR hoch jage.

Aber es ist nicht okay, wenn die HR ohne jegliche Anstrengung auf diese Frequenz hochschießt.

Was wäre gewesen, wenn ich doch mehr Gewichte benutzt hätte? Wäre meine HR dann auf 200 gestiegen?

Foto meiner Watch, 08.07.26, 11:34 Uhr, während ich auf die U-Bahn warte.

Für mich war das ein klarer Umstand, der Grund genug gibt, um ins Krankenhaus zu gehen. Wieder. Klar hab ich innerlich die Augen verdreht. Dies geht nun seit Anfang Juni so! Und ich weiss immer noch nicht was der Grund ist, dass meine Herzrate eine viertel Stunde nach Beendigung meines Trainings auf 183 Schläge pro Minute steigt.

Um das herauszufinden und wieder gesund zu werden, geht man dahin wo man es herausfinden und gesund werden kann: zu Ärzten und im akuten Zustand zur Notaufnahme oder hat sich da etwas geändert???

Selfie, 08.07.26, 12:09 Uhr in der Notaufnahme: meine Tränensäcke sind geschwollen. Hat das nicht was mit den Nieren zu tun?
Foto meiner Watch vom 08.07.26, 13:45 Uhr: ich liege die meiste Zeit auf der Liege und war zweimal auf Toilette. Diese HR Spitzen sind für mein Gefühl doch zu heftig.

Die Uhr zeigt die Herzschläge der letzten vier Stunden an. Hier sieht man schön, dass sich grundsätzlich meine HR entspannt, aber es gibt immer noch hohe Peaks, die stattgefunden haben.

Auch beobachtete ich seit Anfang Juni, dass wohl die Intensität meines Trainings eine Rolle spielt, in wie weit der HR nach dem Training nochmals ausschlägt.

Selfie in der Notaufnahme, 08.07.26, 14:32 Uhr. Ich fühle mich wieder normal. Aber mich nervt es, dass dieses Ding immer wieder vorkommt und irgendwie komme ich nicht weiter. Das 4. Mal in der Notaufnahme!

Während ich im Behandlungszimmer auf der Liege lag, wurden mir dieses Mal zwei Ampullen Blut von einem jungen Mann abgenommen.

Später kam eine Ärztin, deren Namen ich ebenfalls nicht weiss und auch zum ersten Mal sah, in mein Zimmer. Ich sagte ihr, dass dies das vierte Mal sei, dass ich in die Notaufnahme komme, wegen dieser komischen Herzrate nach dem Training.

Sie stellte Vermutungen an, was es sein könnte. Dann meinte sie, dass es gut wäre ein längeres EKG zu machen, das mindestens 48 Stunden lang geht. Auch meinte sie, dass ich beim nächsten Mal, wenn dies vorkommt, sofort zu einer nächst gelegenen Arztpraxis gehen solle um ein EKG machen zu lassen.

Man könne jetzt nichts mehr sehen.

Foto vom Plakat im Zimmer der Notaufnahme, das über die Zentrale Notaufnahme (ZNA) aufklärt. Hat das jemand dort mal gelesen und verstanden?

Auf dem Plakat steht:

Zentrale Notaufnahme (ZNA)

Eine Zentrale Notaufnahme (ZNA) ist eine interdisziplinäre Einrichtung. Dies bedeutet, dass hier Ärzt:innen aus unterschiedlichen Fachabteilungen gemeinsam mit speziell ausgebildeten Pflegepersonal die Erstdiagnostik und Erstbehandlung der Notfallpatient:innen vornehmen. Auf diese Weise werden alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen Schritte in räumlicher Nähe mit kurzen Wegen durchgeführt – eine unschätzbare Errungenschaft, schließlich ist der Faktor Zeit in der Notfallversorgung von entscheidender Bedeutung!

Wartezeiten

Das Vorgehen zur Behandlungsreihenfolge nach Dringlichkeit führt dazu, dass sich längere Wartezeiten in der ZNA manchmal nicht vermeiden lassen. Dafür nutzen wir ein standardisiertes und validiertes Einschätzungsverfahren (Manchester Triage System) zur Einschätzung von Behandlungsdeinglichkeiten von Notfallpatient:innen. Möglicherweise werden Patientinnen vor ihnen in den Behandlungsbereich gerufen, obwohl diese erst nach ihnen eingetroffen sind. Neben der Dringlichkeitseinstufung kommt dies auch vor, wenn sich ein Arzt einer anderen als der von ihnen benötigten Fachrichtung eines Patienten annehmen kann. Im Sinne einer optimalen Versorgung unserer Notfallpatient:innen bitten wir hierfür um Verständnis!

Foto vom DIN-A4 Merkblatt, welches sich im gleichen Behandlungszimmer der Notaufnahme im Olga-Eck befindet, welches darstellt wann ein 12 Messpunkte EKG gemacht wird und wann nicht.
Der Notfall-Bericht vom 08.07.2026, über meinen Gesundheitszustand bei Eintreffen, welcher auch für die Arzt-Kollegen geschrieben wird und als Grundlage zur weiteren Behandlung dient.

Der Bericht

Karl-Olga-Krankenhaus GmbH,…

Adresse des Hausarztes geschrieben

Patient: Bianca Marx

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

wir berichten über ihre o.g. Patientin, die sich heute in der zentralen Notaufnahme des Karl-Olga-Krankenhauses vorstellte.

Diagnosen:

  1. Tachykardien ungeklärter Ursache

Anamnese:

Seit Anfang Juni rezid. Tachykardien bemerkt. Heute im Fitnessstudio erneut, laut smartwatch Frequenzen um 180/min. Keine AP oder Dyspnoe. Aktuell normofrequent und beschwerdefrei. Kein Fieber, keine Elektrolytentgleisung. Ein ambulantes LZ-EKG sein ohne Pathologika gewesen.

Befund:

Cor/pulmo auskultatorisch unauffällig; EKG idem zur VU; Labor: unauffällig, inkl. high-sensitive Troponin

Blutdruck 112/75 mm/Hg

Herzfrequenz 53 Schläge/Minute

Sauerstoffsättigung 100%

Atemfrequenz 12 Atemzüge / Minute

Temperatur 36,8 Grad

Medikation

wie bisher

Procedere

Wir empfehlen ein erneutes LZ-EKG, über 48-72 Stunden. Zusätzlich sollte eine Vorstellung beim Elektrophysiologen erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen

I.M.

Ärztliche Leitung

Behandelnder Arzt/Ärztin

Dieses Dokument wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig

Ein Haus der Sana Kliniken AG

Meine Anmerkung

Dieser vierte Besuch empfand ich als nötig, da ich ebenfalls wieder dieses Taubheitsgefühl und auch Druckgefühl im Kopf empfand und ich nicht wusste, ob meine HR nochmal hoch gehen wird oder ob etwas anderes dazu kommt.

Nach wie vor gibt es keine Diagnose, nur sog. Erstdiagnosen und Vermutungen, aber bisher keine ausreichende, umfassende Untersuchung, die meine Symptome seit dieser Magen-Darm-Infektion erklären würden.

Dafür gibt es aber lauter unvollständige und teilweise falsche Berichte meiner letzten Aufenthalte in der Notaufnahme des selben Krankenhauses.

Dieser Bericht hier ist der erste Bericht, der die Daten meines Hausarztes enthält und an diesen adressiert ist. Auch stehen hier keine falschen Informationen.

Auch wurden die genannten Empfehlungen der Ärztin zum ersten mal auch in den Bericht vollständig niedergeschrieben.

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