
2013. Das Jahr großer persönlicher Umstrukturierung.
Ich hatte Weihnachten 2012 mit meinem „Lebensgefährten“ Pornofreund Schluss gemacht, nachdem er mir verdeutlichte, dass er eine Dreierbeziehung haben will, in der ich die Rolle der Pornoschlampe übernehmen sollte, während er mit seiner neuen Kindergärtnerin Familienleben leben will.

Ich habe damals im Österreich- Urlaub meine Sachen gepackt und bin alleine nach Hause, in unsere gemeinsame Wohnung, nach Stuttgart, zurück gefahren.
Ich musste es bis März noch mit ihm in seiner Wohnung aushalten. Der Psychoterror in dieser Zeit war vom Allerfeinsten.
Er tat so als hätte er nie einen Korb von mir bekommen. Auf verschiedene Art und Weise versuchte er mich unter Kontrolle zu bringen.
Ich wusste, dass er gute Beziehungen hat und dass er in der Lage war Menschen schnell auf seine Seite zu bekommen. Das hat mir schlaflose Nächte bereitet.
In diesen drei Monaten wurde mir klar wie wenig ich über diesen Menschen weiss und wie viel er von mir weiss.
Mir wurde noch mehr klar, dass diese Beziehung eine unwürdige, unterdrückende, toxische Konstellation, die weit entfernt von einer echten Beziehung war.
Ja, der Schein nach außen war perfekt. Aber das war es auch schon.
Heute, nach über 10 Jahren und einem gewissen Wissensschatz reicher, kann ich verstehen, dass ein Mensch mit diesem Profil nicht anders kann, als den Schein zu wahren.
Er lebt die Konstruktion, die er sich gebaut hat. Komme, was wolle.
Und so konnte ich am 11.11.2021, um 11 Uhr, vor Gericht, nochmals miterleben, wie beharrlich er seine Konstruktion aufrecht hält. Ich habe so viele Jahre gebraucht, die Sache vor Gericht bringen zu können, weil ich Anwälte hatte, die mir nicht geholfen haben.
Es ist auf der einen Seite faszinierend. Auf der anderen Seite ist es extrem horizonterweiternd was die Möglichkeit der menschlichen Abgründe betrifft.

Ich versuche es mal zu beschreiben:
Genauso wie „Geld nicht stinkt“ und nur dann zu stinken beginnt, wenn man große Zeitspannen dafür investiert, um den Geruch der Beschaffung riechen zu können, ist es auch mit „dieser Art von Beziehung“
Zwei Menschen sagen sie seien in einer Beziehung und du hast deine eigene Interpretation davon, was das bedeuten könnte, die auf Basis deiner Familienerfahrung beruht.
Du stellst dir vor, dass mit „Beziehung“ gemeint ist, dass der Mann die Frau liebt und die Frau den Mann liebt.
Dass beide all ihre Geheimnisse gegenseitig kennen, dass beide über die Zukunft sprechen, dass sich beide zu 100 Prozent vertrauen, dass beide gegenseitig auf sich aufpassen.
Menschen, wie ich, die das Gegenteil kennen gelernt haben, würden sagen, dass die o.g. Beschreibung einer Beziehung einem Hollywoodmärchen gleichkommt.
Menschen, die so eine toxische Konstellation mit einem anderen Menschen durchlebt haben, haben sozusagen eine Art Gehirnwäsche durchmachen müssen.
Ihnen wurde über einen langen Zeitraum sukzessive die Arbeitsplatte mit ihren Wertevorstellungen aus der Kindheit gelöscht, um eine neue Wertevorstellung draufzuspielen, die darauf basiert, dass man sich seinem Peiniger unterwerfen muss und wenn man das in dieser neuen Welt nicht tut, ist man böse und man hat verdient ausgesetzt zu werden.
Diese Gehirnwäsche beginnt nicht erst mit einem Lebensgefährten von diesem Schlag. Es passiert schon im Elternhaus.
Und wer weiss.. vielleicht, wenn man sich die Pornografie- und Prostitutionssysteme in dieser Welt genauer anschaut …. ist die Frage berechtigt, was die Nazis eigentlich mit ihrer Rassenlehre damals in die Welt gesetzt haben ?
Und welche Persona dazu in der Lage wäre, dieses Erbe der Nationalsozialisten fortzuführen.
Vielleicht ist es schlimmer als wir uns vorstellen können… vielleicht aber auch nicht.

Ich persönlich bin durch meine Lebenserfahrung erfahren genug, um Dinge ernster zu nehmen, als es viele von euch tun.
Und gerade erinnere ich mich an diese komischen letzten drei Monate mit meinem Pornofreund: wir trafen uns im Januar mit Bekannten und saßen zusammen in einem Restaurant, als mein Pornofreund wie ein Roboter im offiziellen Ton uns allen verkündete, dass er nun plant ein Kind zu bekommen. Auch ich, wo mich doch alle als seine Lebensgefährtin sahen, war von diesem Schachzug überrascht.
Ich war nicht nur überrascht, sondern auch nur noch angewidert von seinem ganzen Verhalten mir gegenüber.
Ich weiss noch, dass er zuletzt davon gesprochen hat, welch tolle Aufnahmen es geben würde, wenn ich hochschwanger für die Wifesharer zur Verfügung gestellt werden würde.
Mein Name ist Bianca Marx und ich kämpfe für Menschenwürde, Gerechtigkeit und Rehabilitation.
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