Donnerstag, 21.05.2026. Mein Wecker klingelte um 5:00 Uhr.
Ich tippte einmal auf „Schlummern“ aber ich war bereits mit dem ersten Klingeln hellwach.
So, wie das immer mit mir ist. Wenn mich etwas interessiert, wenn mir etwas wichtig ist, bin ich hellwach und mit allen Sinnen dabei.
Das Gehirn ist trainiert, die wichtigen Dinge zu erinnern.
Alles, was unwichtig ist, interessiert mich nicht die Bohne.
Vor allem interessiert mich das Geschnatter von Mitbewohnern in meiner Unterkunft für Obdachlose nicht, in der ich seit 2021 wohne.
Wer meinen Blog liest, der weiß das, weil ich bereits darüber geschrieben habe, dass ich in einer Unterkunft für Obdachlose wohne.
Ich habe eine Adresse, die laut Gesetz nicht als Wohnung gilt.
Und als ich mich 2023/2024 bei der Bundeswehr beworben habe, bekam ich ein Merkblatt, auf das stand, was als Wohnung gilt.
Es hieß, dass dies ein Grund sein könne, dass ich nicht bei der Bundeswehr angenommen werden könne.
Herr Pistorius hat mich übrigens schon seit Anbeginn seiner Amtszeit auf Instagram blockiert 😀
Bin ich jetzt berühmt!!! hahahaha!
Ehrlich, I don’t give a shit!
Mein Ziel ist schon immer und von Anfang an, dass dieses nach alten, weißen, fetten oder abgemagert aussehenden, pädophilen, frauenhassenden Vollidioten stinkende Deutschland endlich aus diesem Slum kommt.
Denn das ist anti-zukunft.
Genug mit eurer hinterwäldlerischen, degenerierten Denke, wenn ihr überhaupt denken könnt!
Nun zurück zum Thema.

Um 6:12Uhr saß ich im Zug nach Frankfurt. Da kam von außen an meine Scheibe ein Typ, der mir ein Luft-Küssle gab 🙂
In meiner teilweise feministischen Haltung war ich beinahe ein bissl verärgert… woher soll ich wissen, wie das gemeint ist?
Aber dann kam innerlich meine Basic-Bianca zurück und ich dachte mir, dass es doch eigentlich eine süsse Geste war.
Also nehme ich dieses Luft-Küssle als eine positive, etwas missglückte Interaktion wahr, die wohl eine Art Ausdruck von irgendeiner, mir unbekannten Art der Wertschätzung sein könnte.
Ob ich richtig liege, werde ich wohl nie erfahren.
Aber Mädels, bitte keine Angst vor Luftküsschen. Vor allem nicht, wenn ne Scheibe dazwischen liegt.
Die Bahnfahrt war entspannt. Wir waren ein bissle spät dran, weil ein paar Züge uns überholen mussten und in Frankfurt Niederrad musste ich dann 19 Minuten warten, was nicht der Fall gewesen wäre, wenn alles glatt gelaufen wäre…
Hätte, hätte, Fahrradkette!
So kam ich nicht, wie geplant, um 10 Uhr zum Treffpunkt der Hauptversammlung an 😦
Btw der Bahnhof in Frankfurt-Niederrad sieht ziemlich schäbig aus.
In Frankfurt angekommen
Die Hauptversammlung began pünktlich um 11 Uhr. Der Mozartsaal war fast zu kühl klimatisiert und ich freute mich umso mehr, dass ich mein gelbes Tuch dabei hatte.
Im Eingangsbereich wartete eine echt krasse Sicherheitsüberprüfung. 6 Sicherheitsleute, zwei Torsonden, die Personen nach möglichen Waffen scannten.

Meine Tasche wurde anschließend überprüft und ich musste meine Banane abgeben.
Sie wurde von den Damen des Sicherheitspersonals von der Firma Pecron in eine Tüte verschlossen und ich erhielt den Zettel mit der Zahl 310 für das spätere Abholen meiner Banane.

Die Hauptversammlung
Der Mozartsaal der Alten Oper in Frankfurt füllte sich allmählich mit Menschen, die Aktien von United Internet AG besitzen, einschließlich ich.
Nein, reich bin ich nicht. Man kann schon ab einer Aktie an der Hauptversammlung eines Unternehmens teilnehmen.
Eine AG ist eigentlich eine tolle Möglichkeit Menschen und Unternehmen zusammen zu bringen. Nur leider wird eine AG nicht so gelebt, wie es eigentlich gedacht ist. Auch hier würde ich sagen, dass der Mut zum vollen Ausleben einer AG auf gesellschaftlicher Ebene komplett fehlt. Und das von beiden Seiten blickend: Arbeitgeber – Arbeitnehmer.
Dies ist nicht meine erste Hauptversammlung.
Und bisher hat mich noch keine Hauptversammlung vom Hocker gerissen.
Bei der ich dachte: Wow! Das war mal ne Veranstaltung, die die normalen Menschen als Aktienbesitzer kompetent ins Boot nimmt!
Stattdessen wird über EBITA UND EBIT, über Zahlen im operativen Geschäft und über die Höhe des Cashflows und der Investitionen gesprochen. Dinge, von denen die meisten normalen Menschen keine Ahnung haben.
Normale Menschen werden durch Zufall, durch eine/n Bekannte/n, durch eine/n Verwandten oder durch penetrante Vertriebler zum Aktieninhaber/in.
Alles, was für diese Menschen zählt ist die Höhe der Dividende und der aktuelle Kurs, wenn überhaupt.
Sie nehmen lediglich an der Hauptversammlung teil, um aus erster Hand zu erfahren wie viel Dividende dieses Mal pro Aktie ausgeschüttet wird.
Aber eigentlich ist die AG-Form dazu da um große Projekte zu stemmen.
Große Projekte braucht men-women-power. Nicht nur das Geld-Kapital, sondern auch das Vertrauen und die Mitarbeit der Leute ist bei einer AG gefragt und gewollt.
Stellen wir uns vor, wir Deutschen hätten ein Masterziel für Deutschland und das würde alle 85.000.000.000 Deutschen größtenteils begeistern. Wir hätten das Vertrauen und die Mitarbeit sicher.
Und was das Geld-Kapital angeht, nun ja, im Menschenhandel/Prostitution bringt eine Frau 120.000-180.000 Euro im Jahr.
Da die Hälfte der Deutschen weiblich ist, so hätten wir genug Kohle….(vergangene Denkweise?) Wir müssten nur diese 120-180.000 Euro in einem seriösen, menschenwürdigen Markt umsetzen können, anstatt ein Sexsklaven-Bordell für die ganze Welt zu sein.
Zurück zum Thema.
Die Stimmung war eher angespannt und vielleicht war der Herr, der neben mir saß, der Grund.
Denn er war einer der drei Redner bzw. Rednerinnen, die als Vertreter von Aktionären ans Pult gingen, um ein entsprechendes Feedback zu geben.
Herr Lang von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz DSW e.V.
Er fragte nach den Low-Band-Frequenzen, nach der Veräußerung von Sedo und auch die Höhe des Cash Capex war für ihn als stellvertretender Sprecher des DSW e.V. von Interesse.
Die Low-Band-Frequenzen sind die Frequenz-Bänder worüber die Mobilfunkanbieter ihre Dienste an die Endkunden bereitstellen.
Es gibt noch die High-Band und die Middle-Band. Und die Bundesnetzagentur stellt diese Technik bereit.
Nun ist es so, dass die Frequenzbänder in einem bestimmten Turnus im Rahmen einer Auktion von den Telekommunikationsanbietern ersteigert werden können. Ich meine das geschieht alle 5 Jahre. Die letzte Auktion fand 2019 statt und sollte 2025/2026 wieder stattfinden. Aber die Bundesnetzagentur hat diese Auktion ausgesetzt (Hopalla!) und die Verträge mit den bestehenden Anbietern „mit strengen Auflagen“ verlängert.
Handelsblatt hat hierzu berichtet:
Was das für United Internet bedeutete ist folgendes:
- die Low-Band-Frequenzen sind die Frequenzen, worüber die gängigen Services technisch bereitgestellt werden können. Das geht weder über Middle- oder Low-Band.
- United Internet (UI) konnte aufgrund dieser ausgesetzten Auktion kein Low-Band ersteigern.
- Somit muss UI einen Fucking Deal mit einem Anbieter eingehen, der Low-Band bereitstellen kann, um die Lücken zu füllen.
- Deshalb nutzt UI das Low-Band von Vodafone.
- Der Deal mit Vodafone sieht vor, dass eine Ausgleichszahlung gezahlt werden muss, wenn ein Vertragspartner langsamer wächst, als der andere. Zur Überraschung von UI, so erzählte es der Vorstandsvorsitzende Herr Dommermuth, musste UI eine Zahlung an Vodafone leisten, weil Vodafone nicht so schnell gewachsen ist wie UI.
Und es geht noch weiter in diesem Krimi. Vodafone ist strategischer Haupteigner des Unternehmens Vantage Towers, das europaweit für den Ausbau der Funkmasten zuständig ist. (Ich lach mich schlapp, sarkastisch)
So hat also UI mit seiner Tochter 1und1 das Problem, dass ihr der Ausbau von eigenen Funkmasten madig gemacht wird.
UI wehrt sich. Verklagt die Bundesnetzagentur wegen dieser komischen Vergabestrategie und setzt sich auch gegen Vodafone ein.
Handelsblatt berichtete hierzu
Weiterer Bericht
Auf der Hauptversammlung berichtete Herr Dommermuth, dass die Verfahren sehr zäh verlaufen. So, wie das aussieht wird alles getan, um so viel Zeit wie möglich zu gewinnen, dass das Deutsche Unternehmen United Internet weder eigene Funkmasten, noch Low-Band-Frequenzen bekommt.
Was zum Teufel ist das Bitteschön für ein Bullshit?
Und weiter muss ich mich fragen, in wie weit das Kartellamt und die Bundesnetzagentur unterwandert ist?

Dieser Tag war anstrengend, weil ich insgesamt 12 Stunden in Zügen saß, um weitere 3 Stunden bei dieser Hauptversammlung zu sitzen.
Ich erinnere mich an die Hauptversammlung von Nemetschek in München vor ein paar Jahren. Das war bevor ich das Nordische Modell kannte.

Dort traf ich damals die bekannte Fachbuch-Autorin Beate Sander und erlebte live, wie sie ihre Themen an die Vorstände platzierte. Eine tolle Frau! Leider ist sie dann verstorben.
Die UI Hauptversammlung dauerte ca. 3 Stunden. Der Vorstand war eigentlich noch nicht fertig mit seinen Ausführungen, da liefen die Leute schon raus zum Futter. Denn es war wohl bekannt, dass es lecker Essen gibt, das aber nicht reichen wird. So haben sich die „alten Hasen“ bereits während der Sitzung nach draußen Richtung Buffet geschlichen lol.
Ich werde wohl noch einen weiteren Artikel zu meinem Besuch der Hauptversammlung schreiben.
Ich freue mich auf Feedback bzw. Kommentare
Viele Grüße
Bianca Marx
