Sexwork im Kunstmuseum Bonn – mein Besuch, unsere Demonstration, Alice Schwarzer berichtet

Samstag, 04.04.2026. Mein Wecker klingelte um 4:45Uhr. Nur einmal 8 Minuten Schlummern und ab gings.

5:59 Uhr fuhr mein Zug vom Hauptbahnhof ab. Laut Fahrplan waren 6 Stunden Fahrt mit den Regionalzügen geplant.

Es ging soweit alles gut, bis auf den Zug der letzten Strecke bei Linz. Da stand der Zug wegen Probleme bei der Weichenstellung. Wir warteten 20 Minuten bis es dann weiter ging. Ich hatte einen Zeitpuffer, also war es nicht so tragisch für mich.

Angekommen, ging ich ins Kunstmuseum. Ich musste mir das natürlich anschauen.

Was wurde ausgestellt und wer schaut sich das an?

Bonn, der ehemalige Regierungssitz von Deutschland und noch immer wichtiger Ort, wenn es um Politik geht.

Im Oktober 2020 war ich beim ersten Netzwerktreffen des heutigen Bundesverbandes Nordisches Modell dabei. Und das nicht durch Zufall, sondern bewusst angemeldet und zwei Tickets bezahlt.

Einmal ein Ticket für mich und einmal ein Ticket für jemanden, der sich kein Ticket leisten kann. Das wurde damals so angeboten und ich habe es genutzt.

Mich würde bei der Gelegenheit mal interessieren, wer bzw. wie viele damals noch ein Ticket gesponsert haben?

Ich erlebe doch das Umfeld seither als sehr geizig und unverbindlich.

Der Eingang „Sexwork is honest work“

Wieder einmal begebe ich mich, als selbsternannte Wissenschafterin des Menschen, in eine Sphäre, die meine Grundannahme über die Menschen extrem auf die Probe stellt.

(meine Grundannahme: „Humans are awesome“ Planet Sponection)

Das ist das, was Wissenschaftler machen: sie stellen eine Hypothese (theoretisch) auf und dann müssen sie diese im praktischen Leben auf Echtheit überprüfen, indem sie ihre Hypothese selbst von allen Richtungen attackieren.

Übersteht eine Hypothese alle Attacken, kann der Wissenschaftler/ die Wissenschafterin sagen, dass die Hypothese stimmt.

Sie wird somit zur verifizierten Hypothese.

Bilder an der Wand zeigen überwiegend Menschen in sexueller, vulgärer Pose, an der Leinwand wird ein deutscher Film gezeigt
Noch mehr vulgäre Bilder an der Wand. Okay, jeder von uns hat eine vulgäre Seite. Vielleicht ist Pornografie eine Möglichkeit diese Seite in uns Ausdruck zu verleihen. Wenn man es in Maßen tut, finde ich es persönlich okay. Aber leider wird Sexualität zu oft missbraucht und ausgenutzt.
„Das älteste Gewerbe der Welt“, so wird der Sexkauf von Vollidioten begründet. Wir sollten Mord wieder legalisieren, denn der gehört auch zur Gruppe „ältestes Gewerbe der Welt“
Hier gehts um Drogen. Was hat Ronald Reagan damit zu tun?
Selfie mit mir, Bianca Marx und Nelli von http://www.missionlove-ev.de, einer der Bündnispartner vom Bundesverband Nordisches Modell
Selfie mit mir, Bianca Marx und Dr. Margot Kreuzer http://www.dr-margot-d-kreuzer.de, einer der Bündnispartner vom Bundesverband Nordisches Modell
Selfie mit mir, Bianca Marx und Iris von , einer der Bündnispartner vom Bundesverband Nordisches Modell
Selfie mit mir, Bianca Marx und Simone Kleinert, Stellvertreterin für den Bundesverband Nordisches Modell
Vor dem Kunstmuseum Bonn: Simone Kleinert trägt einen grünen Pullover und eine Brosche mit der Aufschrift „Sex isn’t supposed to be Work“
Selfie mit mir, Bianca Marx und eine Vertreterin vom EMMA Magazin http://www.emma.de, einer der Bündnispartner vom Bundesverband Nordisches Modell
In Aktion vor dem Kunstmuseum in Bonn: „Prostitution ist Gewalt“ „Stoppt den Sexkauf“ „Nordisches Modell, jetzt“
Nazizeit: Die Standorte der 10 Lagerbordelle
Prostitution in der Nazizeit – kein neues Thema für mich. Wird viel zu wenig thematisiert. „Lagerbordelle“ – Frauen werden als Befriedigungswerkzeug benutzt, Männer aka die Soldaten werden als Roboter benutzt, die gut gewartet werden müssen, damit sie funktionieren. Das zeugt von alles andere als von einer intelligenten Spezies. Nur Vollidioten!
Irgendwann sollte man sich an solchen Bildern sattgesehen haben. Es ist doch immer das Gleiche. Ich verstehe die Menschen nicht, die so darauf hängen bleiben.

Die Prostitution und all ihre Arme ist ein Relikt. Ein Habitus der Menschen aus dem Steinzeitalter, Mittelalter.

Wenn wir multiplanetar werden wollen, müssen wir diese mentale Disposition heilen.

Denn dies ist das Kernproblem, warum wir als Menschen, als Menschheit nicht weiterkommen werden.

Egal, wie modern unsere Technik ist, wir werden als Spezies nicht auf das adäquate mentale Level kommen, die unseren technischen Fortschritt entsprechen würde., solange es einen Menschen gibt, der das Problem der Prostitution, des Sexkaufs, des Menschenhandels, nicht erkennt und entsprechend einordnen kann.

Link

Emma Magazin „Ausstellung Sexwork: Zuhälter? Gibts nicht!

https://www.emma.de/artikel/ausstellung-sex-work-zuhaelter-gibts-nicht-342411

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