Kein Mensch ist illegal
Was bringt uns die Zukunft?
Nun, die Zukunft ist wie das Universum. Es ist dunkel, kalt und aus der Ferne sieht es aus, als wäre da nichts.
Nur Dunkelheit und ein paar Milliarden Sterne, die wir nie erreichen oder gar erkunden werden.
Was würde jetzt ein Astrophysiker dazu sagen. Würde er sagen, dass es absolut falsch ist anzunehmen, das Weltall sei leer und unerreichbar? Oder würde er oder sie sagen, dass das Universum voll von Planeten und Sternen und Möglichkeiten ist?
Wer wollen wir sein?
Frühe Erkenntnisse aus der Massenpsychologie zeigen, dass der Mensch sich in einer Gruppe anders verhält, als er es als Einzelner tut. Seine Antworten sind ehrlicher und divergentester.
Der Mensch gibt, wenn man mit ihm unter vier Augen spricht, ganz andere Antworten, als wenn man ihn als Gruppenteilnehmer befragen würde. Seine Antworten passen sich dem Kollektiv der Gruppe an.
Es braucht Mut, um in einer Gruppe eine andere Meinung zu teilen.
Aus diesem Grund haben unsere Vorfahren hier bei uns die Geheime Wahl von Volksvertretern festgeschrieben.
Keiner ist berechtigt einem anderen vorzuschreiben, wen er zu wählen oder nicht zu wählen hat.
Und keiner muss offen sagen, wen er wählen oder nicht wählen wird oder gewählt hat.

Fragen wir eine Person in einem Vier-Augen-Gespräch was sie sich für die Welt wünscht, wird sie mit großer Wahrscheinlichkeit sagen, dass sie sich eine gute Welt und Frieden wünscht.
Fragen wir heute eine Gruppe, was sie sich für ihr Land wünschen, sagen sie womöglich, gute Arbeit für jeden und Schluss mit der Geldverschwendung.
Die politischen Amtsträger sind nun gefragt, die Bedingungen zu schaffen.

Grundbedingungen zu schaffen bedeutet sich auf den gemeinsamen Nenner zu konzentrieren.
Und dieser ist zuallererst einmal unsere Verfassung.
Ein Wahnsinns Ding, was unsere Vorfahren damals 1949 zustande gebracht haben. In harter Arbeit, mit vielen Politikern wurde unsere Verfassung aus dem Nichts und aus den Trümmern des Krieges gestampft.
Alles, was wir tun müssen ist, diese anzuwenden und somit die Arbeit, das Herzblut und den Schmerz der Kriegsopfer vom zweiten Weltkrieg zu honorieren und zu würdigen.
Ich kann mir keine bessere Würdigung von all diesem Schmerz des Zweiten Weltkrieges vorstellen, den wir heute, in der Zukunft machen können.

Zum Grundsatz möchte ich eine einzige Regel aufstellen: keiner zeigt mit dem Finger auf den anderen.
Es ist absolut notwendig, dass wir es sein lassen, mit der Schuld des anderen niederträchtig umzugehen.
Wir sind keine wilden Tiere mehr.
Wir sind Weltbürger der Zukunft.
Auch wenn das für viele ein sehr hoch gesteckter Maßstab ist, so tun wir gut daran, das zu trainieren.
Mit dem Blick auf die Zukunft der Menschen
- Wie können wir andere unterstützen ohne uns selbst zu vernachlässigen?
- Wie können wir miteinander nachhaltig und transparent kommunizieren, dass es auch jeder versteht?
- Wie schaffen wir gegenseitiges Verständnis für unsere Kulturen?
