Internationaler Frauentag – Was wollen wir Frauen denn?

Was wollen wir Frauen denn?

Wenn ihr mich fragt, dann antworte ich: ich will, dass die Systeme in unserer Gesellschaft, wie das Finanzsystem, das Gesundheitssystem, das Justizsystem, das Wirtschaftssystem und alle anderen Systeme einfach so funktionieren, wie es theoretisch gepriesen wird.

Das bedeutet: keine Doppelmoral, keine Heuchelei, keine fiesen hinterhältigen und illegalen Spielchen.

Ich will, dass die Systeme so funktionieren, wie es einmal ursprünglich gedacht war. Ohne Korruption, ohne frauenhassende Männernetzwerke, die nichts anderes im Sinn haben, als Frauen zu attackieren und ihnen auf bedrohliche und Existenz zerstörende Weise das gesellschaftliche Leben oder auch das biologische Leben zu nehmen.

Ich bin einfach durch und durch enttäuscht

Es gibt heute, vielleicht war das schon immer so, zwei Arten zu existieren:

  1. Art ist, die Welt so zu akzeptieren, wie sie ist, mit ihren Frauenhassern, die in allen o.g. Systemen ihr Ding ausleben, wie sie wollen. Das bedeutet dann auch sich zu versklaven: die fiesen Attacken so hinnehmen, immer schön den Mund halten und dabei auch noch gut aussehen. Frauen lernen dann zu kompensieren, graben Mauselöcher und beginnen dann sich irgendwelche komischen Gewohnheiten anzueignen, die sie im Laufe der Jahre zermürben, krank machen und sie in hässliche, komische Gestalten verwandeln, weil sie ihre Wut nicht bearbeiten und ehrlich zu sich selbst sind. Sie vertuschen und tun so, als wäre alles okay.
  2. Art ist, Art Nr.1. grundlegend für sich selbst abzulehnen und stattdessen zu lernen aufzustehen, für sich einzustehen und für das richtige Funktionieren unserer demokratischen Systeme zu arbeiten. Es wird konsequent nichts vertuscht, es wird konsequent an der eigenen Stärke gearbeitet und es wird dafür gesorgt, dass das Kernproblem immer und immer wieder auf den Tisch der Gesellschaft kommt und gesehen wird. Wir geben den Quacksalbern einen Tritt in ihren hässlichen knöchernen Arsch.

Wer unterdrückt ist, der hat sich unterdrücken lassen

„Wer unterdrückt ist, die hat sich unterdrücken lassen“ – nein, das ist kein Argument gegen Frauen. Das ist ein Punkt für uns Frauen, an dem wir arbeiten müssen.

Niemals würde ich diese Aussage von einem Frauenhasser akzeptieren. Aber ich würde diese Aussage als Ansatz sehen, um in einem radikal ehrlichen Dialog mit mir zu kommen, um einen Weg zu finden, wie ich die Situation nach Art Nr.2 meistern kann.

Meine Würde ist unantastbar

„Meine Würde ist unantastbar“ ist nicht nur der 1. Artikel unseres Grundgesetzes, sondern es ist eine Aufforderung an uns selbst, die uns in eine Pflicht stellt, das zu tun, was zu tun ist, um unser demokratisches System mindestens aufrecht zu erhalten.

Wir sind die andere Hälfte der Bevölkerung

Ich weiss, du möchtest deinen Tag genießen, deine ToDos erledigt bekommen, du denkst an nichts böses und plötzlich musst du dich mit der Tatsache konfrontiert sehen, gerade mit einem Frauenhasser zu interagieren. Er versprüht seine minderwertigen Witze, seine verachtenden Blicke lassen es noch fieser wirken und als hättest du nicht schon genug zu tun, weisst du ganz genau, dass du dich nun um diesen F*ck, vom Frauenhasser verursacht, auch noch kümmern musst.

Nicht nur, dass dies zusätzlicher Arbeitsaufwand und Zeitaufwand bedeutet. Nein, es kostet auch Geld, Nerven und du misst dann auch noch dafür sorgen, dass du von den Leuten ernst genommen wirst.

Es sieht faktisch so aus, als würdest du auf allen Ebenen, von allen Seiten verlieren.

Ich kenne das zu gut.

Einen Anwalt finden, auf dem du dich verlassen kannst?

Eine Herausforderung.

Das Geld aufzubringen um die nötigen Schritte einleiten zu können?

Quasi fast unmöglich.

Den seelischen Druck aushalten?

Erfordert ein starkes Mindset. Wenn du das nie aufbauen konntest, dann „gute Nacht“

Wenn die hälfte unserer Bevölkerung so mies in ihren Belangen behandelt wird, dann müssen sich früher oder später auch die Männer fragen: wie konnte es soweit kommen?

Denn vor der Geburtenrate kommt dieser Aspekt zum tragen.

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